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Über uns

Was ist das ÖSD?

Das Österreichische Sprachdiplom Deutsch (ÖSD) ist ein staatlich anerkanntes Prüfungssystem für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Die Prüfungen des ÖSD entsprechen internationalen Rahmenrichtlinien und orientieren sich an den Niveaubeschreibungen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) und an Profile deutsch. ÖSD-Prüfungen sind als Nachweis von Deutschkenntnissen weltweit anerkannt.

ÖSD steht einerseits für „Österreichisches Sprachdiplom Deutsch“ und andererseits für „Österreich, Schweiz, Deutschland“. Das ÖSD geht von einer plurizentrischen Sprachauffassung aus und möchte die Vielfalt der deutschen Sprache in den Prüfungen real widerspiegeln. Demgemäß werden die Standardvarietäten der deutschsprachigen Länder (Österreich – Schweiz – Deutschland) als gleichwertig angesehen und in den Prüfungen berücksichtigt. Die Texte in den Aufgaben zu Lesen und Hören stammen aus diesen drei deutschsprachigen Ländern.


Geschichte und Entstehung

Erste Vorarbeiten zum ÖSD entstanden 1992 auf Initiative des ÖDaF im Rahmen einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Robert Saxer / Universität Klagenfurt. Im Jahre 1994 wurde das ÖSD mit (anfangs auch finanzieller) Unterstützung der damaligen österreichischen Bundesministerien für auswärtige Angelegenheiten, für Kunst und Kultur und für Wissenschaft und Forschung als Projekt am DaF-Lehrstuhl der Universität Wien unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm angesiedelt. Es wurde unter Beteiligung namhafter DaF-Expertinnen und -Experten weiterentwickelt und am 01.12.1994 unter der Trägerschaft des Vereins Österreich-Kooperation und der Leitung von Dr. Manuela Glaboniat institutionalisiert.

Seit damals steht dem ÖSD ein Kuratorium beratend und unterstützend zur Seite. Im Kuratorium sind neben den oben genannten Bundesministerien, einschlägige Institutionen (wie Universitäten, Institutionen der Erwachsenenbildung, aber auch Interessensvertretungen wie der ÖDaF) vertreten. Für fachliche und inhaltliche Expertise kann das ÖSD zusätzlich auf einen wissenschaftlichen Beirat zurückgreifen. In Einzelfällen arbeitet das ÖSD projektbezogen auch mit anderen Institutionen zusammen, z. B. in der trinationalen Prüfungsentwicklung zum Zertifikat B1 mit dem Goethe-Institut und der Schweizer Universität Freiburg oder in Bezug auf die Entwicklung der Prüfung Zertifikat C2 / Wirtschaftssprache Deutsch mit der Wirtschaftskammer Österreich.

Seit Ende 2009 ist das ÖSD ein eigenständiger, sich zu 100 % selbsttragender gemeinnütziger Verein, weiterhin unter der Leitung von Dr. Manuela Glaboniat (Wissenschaftliche Leiterin und Geschäftsführung).

Die ersten Prüfungstermine fanden 1995 an sieben lizenzierten Zentren statt. Mittlerweile legen weltweit mehr als 100 000 Personen jährlich an einem der rund 400 lizenzierten Prüfungszentren eine ÖSD-Prüfung ab.

1998 wurde das ÖSD – als erfolgreiches und richtungsweisendes Sprachenprojekt – durch die Europäische Kommission mit dem „Europäischen Siegel für innovative Spracheninitiativen“ ausgezeichnet.

Das ÖSD bzw. Dr. Manuela Glaboniat war und ist an mehreren internationalen Projekten und Publikationen beteiligt, darunter relevante Publikationen im Umfeld des Europarats, wie z.B.

Überdies beteiligt sich das ÖSD ständig mit verschiedenen Beiträgen in diversen Fachmagazinen (siehe Literaturhinweise), bei Tagungen und Workshops an der Fachdiskussion und dem wissenschaftlichen Austausch.


Organisation

Das ÖSD ist eine Non-Profit-Organisation unter der wissenschaftlichen Leitung und Geschäftsführung von Dr.in Manuela Glaboniat. Als Aufsichts- und Beratungsorgan ist ein Kuratorium eingerichtet, außerdem stehen dem ÖSD ein wissenschaftlicher Beirat und die Mitgliederversammlung zur Seite. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden im Folgenden keine Personen, sondern nur die in den Gremien vertretenen Institutionen genannt.


Mitgliederversammlung

In der Mitgliederversammlung des ÖSD befinden sich u.a. Vertreterinnen und Vertreter für

• die Bundesministerien für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) und für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)
• den Österreichischen Verband für Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache (ÖDaF)
• verschiedene österreichischen Universitäten (Expertinnen und Experten für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache; Testtheorie, u.Ä.)
• die Wiener Volkshochschulen
• das Sprachenzentrum der Universität Wien
• den Österreichischen Austauschdienst (ÖAD)
• die Österreichische Universitätskonferenz (uniko)
• die Arbeiterkammer (AK)


Kuratorium

Im Kuratorium des ÖSD befinden sich Vertreterinnen und Vertreter für

• die Bundesministerien für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) und für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)
• den Österreichischen Verband für Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache (ÖDaF)
• verschiedene österreichischen Universitäten
• den Österreichischen Austauschdienst (ÖAD)
• die Österreichische Universitätskonferenz (uniko)


Wissenschaftlicher Beirat

Im Wissenschaftlichen Beirat des ÖSD befinden sich Expertinnen und Experten für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache bzw. für Sprachtestforschung

• aus dem Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)
• aus dem Österreichischen Verband für Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache (ÖDaF)
• von verschiedenen österreichischen Universitäten
• vom Sprachenzentrum der Universität Wien
• von der Universität Fribourg / Schweiz

 


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