3. Tagung des ÖSD Instituts Griechenland

„DaF: Aktuelle Tendenzen beim Lehren und Zertifizieren“, unter diesem spannenden Titel fand am 31.01.2016 die dritte Tagung des ÖSD Instituts Griechenland an der Moraitis-Schule in Athen statt. Expertinnen und Experten, Verlage und Partnerinnen und Partner aus den verschiedensten Teilen Griechenlands hatten bei der mittlerweile jährlich stattfindenden Tagung die Möglichkeit, sich über Neuerungen, Änderungen, teils auch Innovationen im Bereich Deutsch als Fremdsprache auszutauschen. Bei einer Vielzahl von Vorträgen und Workshops wurde über Erfolge und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

Beim einleitenden Vortrag zum Thema „Qualitätsmanagement“ berichtete Manuela Glaboniat, Geschäftsführerin des ÖSD, über die Vielfältigkeit und Bedeutung von Qualität, aber auch die wichtige Aufgabe, die das ÖSD in Griechenland übernimmt. Im Anschluss konnten Interessierte an einem Workshop zum Aussprachetraining im DaF-Unterricht, gehalten von Evdokia Balassi, Professorin an der Universität Athen, beiwohnen und einiges über Übungstypologie und Methodologie im Bereich der Phonetik erfahren. „Gerade in so schwierigen Zeiten, in einem Europa, das sich mehr im Wandel befindet, als denn je, ist die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen von größter Bedeutung“, beschreibt die österreichische Botschafterin Frau Andrea Ikic-Böhm bei ihrem Grußwort und bezeichnete die Sprache als wichtigsten Faktor zu einem friedlichen Miteinander und einem Verständnis füreinander. Nach einer kulinarischen Verwöhnpause präsentierten anwesende Verlage neue Lehrwerke und Materialien für den DaF-Unterricht. Bei allen Vorträgen standen digitale Medien als Ergänzung zu traditionellen Lehr- und Lernmethoden im Fokus. Anlässlich des 90. Geburtstags Ernst Jandls präsentierte die Maerz-Bühne, das erste deutschsprachige Theater Griechenlands, eine Lesung aus dem Gedichtband „Laut und Luise“ und sorgte für eine lustige Abwechslung im Programm. In den darauffolgenden Workshops beschäftigten sich Vortragende und Teilnehmende mit verschiedenen Lehrmethoden, die Schülerinnen und Schüler zu einem selbstständigeren Lernen motivieren sollen. „Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen einzugehen, Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und bei allen Regeln und Gesetzen trotzdem auch die Menschen, die Sprachen lernen und Prüfungen machen, nicht aus dem Auge zu verlieren. Das gelingt uns mit dem ÖSD sehr gut“ so Christina Ruttner, Leiterin des ÖSD Instituts Griechenland und Organisatorin, in ihrer abschließenden Rede.

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