Aus gegebenem Anlass-Presseaussendung des ÖSD

Behörden akzeptieren österreichische Matura nicht als Sprachnachweis auf Niveau B2.
Dringender Handlungsbedarf im Staatsbürgerschaftsrecht

Wien (OTS) - "In unseren Beratungsstunden wenden sich viele Menschen
an uns, die in Österreich studieren, hier maturiert haben oder sogar ein Germanistik-Studium abgeschlossen haben; trotzdem müssen sie - im Rahmen des Erwerbs der Staatsbürgerschaft nach 6 Jahren - ihre Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 noch einmal gesondert nachweisen," zeigt sich Manuela Glaboniat, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Sprachdiploms Deutsch (ÖSD), empört.
Laut Glaboniat wurde seitens der Politik immer betont, dass das Niveau B2 den Deutschkenntnissen auf Maturaniveau in der ersten lebenden Fremdsprache entspreche. Es wurde jedoch verabsäumt, dies im Gesetz festzuhalten. Aus diesem Grund komme es zu der paradoxen Situation, dass Menschen mit einem österreichischen Maturazeugnis oder einem österreichischen Universitätsabschluss aufgefordert werden, ihre Deutschkenntnisse noch einmal gesondert nachzuweisen. "Ich fordere daher den Gesetzgeber auf, in diesem Fall dringend zu handeln. Dass darüber hinaus das österreichische Staatsbürgerschaftsgesetz in Bezug auf Deutschkenntnisse allgemein Mängel aufweist, wurde von uns Experten und Expertinnen immer wieder betont," so Manuela Glaboniat abschließend.